Ein verstecktes Naturjuwel in Spanien
Die Salinas de Nuévalos sind ein wenig bekanntes, aber faszinierendes Ziel in der Provinz Zaragoza, im Nordosten Spaniens. Diese alten Salzminen haben eine lange Geschichte und bieten eine beeindruckende Landschaft abseits der touristischen Hotspots.

Heute sind die Salinas de Nuévalos ein stiller Zeuge der Vergangenheit und ein einzigartiger Ort für Naturliebhaber.
1. Die Geschichte der Salinas de Nuévalos
Die Salzminen wurden seit Jahrhunderten genutzt, um Salz aus natürlichen Quellen zu gewinnen. Salz war einst ein wertvolles Gut, das für Konservierung und Handel von großer Bedeutung war.
Die Salinas de Nuévalos sind ein bemerkenswertes Beispiel für die traditionelle Salzgewinnung in Spanien. Ihre Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte und spiegelt die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen der Region wider.

Ursprünge und Mittelalter
Historische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass die Minen bereits in römischer Zeit genutzt wurden.
Die Salzminen von Nuévalos wurden seit dem 13. Jahrhundert betrieben. In dieser Zeit wurden sie von den Mönchen des nahegelegenen Klosters Monasterio de Piedra genutzt, die ein Drittel der Produktion an die Krone abgeben mussten.
Veränderungen im 17. Jahrhundert
Im Jahr 1707 wurden die Salinen auf Befehl von König Felipe V. zerstört, im Rahmen der staatlichen Kontrolle über die Salzproduktion.
Wiederaufbau im 19. Jahrhundert
In den 1850er Jahren wurden die Salinen wieder aufgebaut, um Natriumchlorid für die chemische Industrie in Calatayud zu gewinnen.
Niedergang im 20. Jahrhundert
Mit der Industrialisierung und der Einführung moderner Salzgewinnungsmethoden verloren die traditionellen Salinen an Bedeutung. In den 1960er Jahren wurden sie aufgrund geringer Rentabilität endgültig aufgegeben.
Heutiger Zustand und Erhaltungsbemühungen
Trotz des Verfalls der Gebäude sind die Wasserbecken und Verdunstungsbecken in relativ gutem Zustand. Einige Bereiche funktionieren noch immer, wobei traditionelle Holzkanäle zur Wasserführung genutzt werden.
2. Die beeindruckende Naturkulisse

Die Landschaft der Salinen ist geprägt von:
- Weißen Salzkrusten, die im Sonnenlicht schimmern.
- Einzigartigen Ökosystemen mit speziellen Pflanzen, die an salzhaltige Böden angepasst sind.
- Malerischen Wanderwegen, die einen ruhigen Blick auf die Umgebung ermöglichen.
3. Aktivitäten und Erlebnisse
Obwohl die Salinas de Nuévalos kein typisches Touristenziel sind, gibt es hier einige tolle Erlebnisse:
- Fotografie: Die kontrastreiche Landschaft bietet fantastische Motive.
- Wandern: Die Gegend rund um die Salinen ist ideal für entspannte Spaziergänge.
- Naturbeobachtung: Manche seltenen Vogelarten nutzen das salzige Gebiet als Lebensraum.
4. Wie man die Salinas de Nuévalos erreicht
Die Salinas de Nuévalos liegen in der Nähe des berühmten Monasterio de Piedra, einem der bekanntesten Naturparks Spaniens. Wer dorthin reist, kann die Salinen als lohnenden Abstecher in eine ruhige und wenig bekannte Region entdecken.
Anfahrt:
- Mit dem Auto von Zaragoza: ca. 1,5 Stunden Fahrt.
- Öffentliche Verkehrsmittel sind begrenzt, daher empfiehlt sich ein Mietwagen.
- Der Weg vom Parkplatz 1 führt entlang des Baches durch den Wald. Gutes Schuhwerk wird benötigt.
- Vom Parkplatz 2 ist es ein gemütlicher Spaziergang von ca. 1/2 Stunde. Ist bis zum Rastplatz vor den Salinen mit Kinderwagen möglich. Zu den Salinen selber muss dann allerdings der Bach überquert werden.
Fazit
Die Salinas de Nuévalos sind ein faszinierender Ort für alle, die sich für Geschichte, Natur und Fotografie interessieren. Abseits der üblichen Touristenpfade bieten sie eine besondere Atmosphäre und einen Einblick in Spaniens traditionelles Salzhandwerk.